Der Winter ist für mich eine sehr existenzielle Jahreszeit. Nachdem die Bäume Ihr buntes Blätterkleid im Herbst abgeworfen haben wird dann die Landschaft in einem wunderschönen Weiß überzogen. Die Nächte sind länger als die Tage und auch wenn ich im Winter gerne draußen bin, genieße ich die Zeit vor meinem Kamin, in dem das Feuer vor sich hinknistert, mit einer Tasse heißen Tee. So bietet mir der Winter, mit seiner Ruhe, viel Zeit um in mich zu gehen und Innenschau zu halten.

Genau das habe ich an dem Abend gemacht, an dem ich mein Lied “Der Winter” geschrieben habe. An jenem Tag habe ich erfahren, dass ich, von einem für mich sehr wertvollen Menschen, Abschied nehmen muß. Eben jener Mensch hat gerne, auf seine Art, “gesagt” : “Die Sonne schläft, der Schnee er fällt…”.

Und eben am Abend hat es zu schneien begonnen. Also habe ich es mir mit einer Tasse Tee und meiner Gitarre vor meinem Kamin gemütlich gemacht und während ich dem Knistern vom Feuer zugehört und den dicken weißen Schneeflocken beim fallen zugesehen habe, habe ich das Lied “Der Winter” geschrieben.

Und wäre ich nicht ich, wenn ich in jedem Ergeinis, egal wie schwer es sich im Moment auch für mich anfühlen mag, etwas positives sehen würde. Und so ist es mir auch dabei gegangen, wie ich den Winter geschrieben habe. Denn so wie auf den Winter das Frühjahr folgt, folgen auch auf jeden Abschied viele neue Begegnungen…

In diesem Sinne wünsche ich Dir liebe(r) Walter, Sebastian, Anni, Richard, Gregor, Heinz, Schurli, Elli, Gerti, Lotte, Mafred,… alles Liebe und gute Reise!